Shanghai

Eine pulsierende und belebte Metropole?

Sagen wir es mal so, wenn New York’s Straßen ein hektisches Treiben haben, dann ist Shanghai im Vergleich dazu ein Kokaintrip von feinster Sorte.

Navigationslose und verpeilte sollten auf jeden Fall vorplanen.

Shanghai besticht durch und durch mit einer exzellenten Infrastruktur, von der wir Deutschen wohl nur träumen können.

Nur saubere Straßen, pünktliche Verkehrsmittel, modernste Technik – man bezahlt im Grunde alles per App.

Alles ist minutiös geplant und umgesetzt.
Da staunt man als Deutscher ganz schön.

Zugegebener Maßen alles dank dem Kontrollregime welches in China politisch herrscht.

Sicherheit

Als westlicher Tourist fühlt man sich durchaus überwacht und kontrolliert.
Überall wohin das Auge blickt sind Überwachungskameras, Sicherheitskräfte und Polizisten.

Um nicht zu vergessen wie das Internet hier funktioniert.
Hier eine kurze Anleitung:

SIM Karte bekommst du nur per Passport und tierischem Procedere. Also vergiss diese mal.

Wifi im Hotel gibt’s nur per Passport, welcher vorher vom Hotel per Polizei registriert und dann freigeschalten wird. Mein WiFi Passwort war demnach meine Passnummer.

Und wenn du dann mal drin bist, funktioniert nichts bekanntes.

Google, Instagram, Facebook adé.
WhatsApp funktioniert nur mit massiven Einschränkungen – keine Bilder, nur Text und nur sehr langsam.

Wie sagte unser Guide immer:
Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Die Einheimischen:

Die Chinesen machen liebend gerne Fotos von westlichen Touristen. Die meisten heimlich. Manche legen einfach den Arm um dich oder schleichen mit der ganzen Familienbande an dich und knipsen schnell noch ein paar Erinnerungen der Begegnung.

Ich hatte viel Spaß mit den knipsenden Einheimischen. Man lachte und konnte so auch noch Bilder für sich selbst abstauben. Quid pro quo eben.

Der Chinese an sich ist beim Umgang mit uns immer höflich gewesen.

Die heimischen Gepflogenheiten wie etwa das „schlemmen“ beim Essen, das spucken auf den Strassen oder das ständig und überall ohne Kopfhörer TV auf dem Smartphone schauen können wir allerdings nicht mehr sehen oder hören.

Die Sprache:

Der Chinese an sich spricht meistens nur chinesisch.
Englisch ist zwar verbreitet, bleibt aber eher den jungen oder der Upper Class vorbehalten.

Rund um den Tourismus in den Hotels, Sehenswürdigkeiten und Führungen wird ein gutes Englisch gesprochen.

In Shanghai wird mehr und besser englisch gesprochen als in Peking.
Wichtig: Taxifahrer sprechen so gut wie nie Englisch!

Tipp: Immer die Beschreibung der Unterkunft in chinesisch bereit halten, damit du auch wieder nach Hause kommst.

Am besten einen Übersetzer, welcher offline funktioniert, dabei haben.

Der Yu-Garten:

Im Yu-Garten (Yü-Garten) mit der berühmten Zick Zack Brücke bricht quasi die Hölle aus, denn hier fühlt man sich wie in einer Sardinenbüchse inmitten von Spitzdachhäusern, traditioneller chinesischer Architektur.

Gebaut von einem Beamten früherer Zeit als Ruhestätte für seine Eltern, hat das mit Ruhe hier nichts mehr am Hut.

Sehenswert die die Architektur und die vielen tempelartigen Prachtbauten aber dennoch.

Man muss den Yu-Garten gesehen und erlebt haben. Fotospot und Erlebisspot den man für immer im Gedächtnis behält.

Was hat es eigentlich mit der Zick Zack Brücke auf sich?

Diese wurde wie ein Z gebaut, da Dämonen und Geister nicht über Eck laufen können.

Wer also aktuell von solchen heimgesucht wird, sollte darüber laufen und alles Böse hinter sich lassen können.

Tempelanlage Jade Buddha Tempel

Nur 11% der Chinesen sind Gläubige Buddhisten und dennoch verbinden die westlichen Bürger alles traditionelle aus Asien damit.

In der riesigen Innenstadt Shanghais und umrundet von Wolkenkratzern findet man im Stadtteil Jing’an eine traditionelle Oase des Glückes.

Die Jade Buddha Tempelanlage besticht durch riesige Buddha- und andere Jade Skulpturen von verschiedenen Gottheiten welche jede seine Aufgaben hat.

Man bestaunt im inneren der Spitzdachprachtbauten unter anderem auch den heiligsten aller Buddhas, welcher knapp 2 Meter groß und 3 Tonnen schwer ist, mit großer Ehrfurcht. Fotografieren und Filmen ist im übrigen verboten.

Die Buddhisten verehren die Statuen sehr. So steht man oft als Tourist mit dem Auge am Kamerasucher und knipst, während neben einem einige Gläubige ihre Gebete an Buddha richten.

Die Tempelanlage ist tagsüber durchaus gut besucht. Gegen abends wird es weniger.

Kulturell ein must do!

Der Bund

Die Uferpromenade The Bund am Huangpu-Fluss bietet einen fantastischen Blick auf die Skyline von Pudong.
Viele historische, europäische Kolonialbauten wie beispielsweise das Customs House, das an den Big Ben angelehnt wurde, zieren die Promenade und sind vor allem nachts ein Blickfang.
Achtung: Licht aus um 22Uhr.

Pudong

Pudong ist das Viertel mit den dicht bebauten Wolkenkratzern und das Aushängeschild von Shanghai.
Als Symbol der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China ist im Pudong pures Staunen angebracht.
Im Gegensatz zu New Yorks Manhattan ist es in Pudong moderner, teuerer, krasser und sauberer.

Im übrigen war hier vor 25 Jahren noch ein Sumpfgebiet.

Das „alte“ Shanghai

Fernab von den Wolkenkratzern und der Upper Society findet man auch das verbrauchte und gelebte Shanghai vor dem Aufbruch der 90er Jahre.
Zerfallene Häuser, einfaches Leben, jede Menge kleine Läden und Essenstände.
Man sollte auch die Kehrseite der glänzenden Shanghai Medaille gesehen haben.

Der schnellste Zug der Welt

Wir haben uns getraut mit dem schnellsten Zug der Welt von Shanghai nach Peking zu fahren.

Perfekt durchgeplant und super ausgestattet kommt dieser chinesische ICE daher.

390km/h sind wir gefahren und haben nicht einen Zentimeter davon gemerkt – wären da nicht die ganzen Provinzen welche so schnell  an einen vorbei ziehen.

Auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Für die 1200km haben wir nur 4 Stunden benötigt.