Ich zeige euch eine 12-tägige Rundreise als Selbstfahrer durch Island.

  • Die gesamte Reise ist als eine nicht hektische, langsame und genussvolle Reise geplant.
  • Dies ist keine Backpacker Reise. Wir hatten also gute Unterkünfte.
  • Der Schwerpunkt liegt auf Natur und Abenteuer.
  • Wenn du Island so erleben möchtest, wie du es auf Instagram und YouTube siehst, brauchst du nur den Osten und Süden Islands zu besuchen.

Wenn du jedoch die unpopuläreren Regionen und nicht so überfüllten Orte sehen möchtest, solltest du eine Reise rund um Island unternehmen.

Na dann, los gehts!

Auto

Auto:

Wir haben einen 4×4 Mazda CX3 gemietet. Ein gutes Auto für Überlandstrecken und unbepflasterte Strassen. Aber nicht für das Fahren auf F-Straßen.
Der Platz ist ein bisschen eng. Allerdings ist genug Platz für zwei Personen mit zwei großen Koffern und zwei Rucksäcken.

Wenn du mit mehr Leuten fährst, versuche einen Mazda CX5 oder ein gleichwertiges Auto zu bekommen.
Wenn man das Geld hat, wir sprechen von 4000€, kann man einen schönen Land Rover Defender für F-Roads und jede Menge Action bekommen.

Tipp: Bucht stets über ein Reisebüro in Deutschland. Die Gebühren sind hier um einiges günstiger, die Versicherungsbedingungen sowieso.

Tag 1: Reykjavik

Wir haben uns dafür entschieden in Reykjavik lediglich zu übernachten und nur wenig in der Stadt zu unternehmen.
Zum einen weil Reykjavik tatsächlich nicht so toll ist wie es gehyped wird, zum anderen weil wir lieber Landschaften statt Beton genießen wollten.

Angekommen am Flughafen Keflavik ging es direkt zum Autoverleiher um unseren 4×4 Mazda CX3 zu holen.

Auf gehts nach Reykjavik – mit dem Auto ca. 45 Minuten.

Landschaftlich manchmal ansprechend, manchmal nicht.

Heute sehen wir uns noch das Phallus Museum (Penis Museum) an.
Interessante kleine Ausstellung von Tiergeschlechtsteilen im großen Stil. Die ein oder andere lustige Geschichte ist auch noch zu ergattern. Allerdings ist für 13EUR pro Person mehr zu erwarten gewesen. Ich kann den Besuch nicht empfehlen.

Hotel: 

22 Hill Hotel Reykjavik
Ein schlichtes 2-3 Sterne Hotel mit gutem Frühstück.
Kostenloser Kaffee im Flur (guter Kaffee!)
Die TV Kanäle funktionieren nicht alle.

Tag 2: Golden Circle & Vik i Myrdal

Tag 2 – Golden Circle Tour + weiterfahrt nach Vik i Myrdal

Auf dem Weg von Reykjavik nach Vik sind wir den Golden Circle abgefahren. Zeit: ca. 3-4h mit Fotostops

Thingvellir National Park

Hier driften die Nordamerikanische und Europäische Kontinentalplatte aufeinander und brechen das Land auf.
Unter anderem wurde hier das erste Parlament der Isländer gegründet.
Wenn man komplett durchläuft kann man etwas mehr als  2 Stunden vor Ort verbringen.

Tipp: der Parkplatz wird Videoüberwacht und kostet ca. 5€. Bezahlt wird im sauberen Toilettenhäuschen per Kreditkarte. Wer nicht bezahlt bekommt über seine Autovermietung die Rechnung nachgesandt.

Geysir National Park

Hier gibts wie der Name vermuten lässt heiße Quellen und Geysire. Den größten Islands, der Geysir, welcher Namensgeber für alle Geysire der Welt ist, sieht man im Grunde nur schlummernd und dampfend. Wenn er denn mal ausbricht dann aber auch richtig. Dies geschieht allerdings nur alle paar Jahre. Sein kleinerer Bruder nebenan, Stokkur ist dazu im Gegensatz alle 5 Minuten am ausbrechen. 35 Meter hohe Fontänen spritzen gewaltig in die Luft. Ein tolles Schauspiel.

Tipp: Es gibt eine nasse und eine trockene Zuschauerseite. Es ist dir überlassen welche du wählst.

Tipp: Gegenüber dem Geysirpark ist ein leckeres Kaffee mit gutem Kuchen und Kaffee. Toiletten und Souveniershop inbegriffen.

Gullfoss Wasserfall

Eine Wucht von Wasserfall. Ich bin kaum aus dem Staunen heraus gekommen als ich den Gullfoss das erste mal gesehen habe. Ganze 32 Meter tief stürzen mit 140 Kubikmeter pro Sekunde die Wassermassen herab.

Tipp: hier gilt No Drone Zone. Und es gibt tatsächlich Parkwächter die dieses Überwachen.

Ende des Golden Circle – Weiterfahrt nach Vik i Myrdal

Seljalandsfoss

Weiter Richtung Süden und ca 120km später sind wir an einem der wohl schönsten Wasserfälle angekommen – dem Seljalandsfoss. Wir waren später am Abend hier gegen 19Uhr. Das lohnt sich, da weniger Touristen vor Ort sind und der Wasserfall in den Abendstunden in tolles Licht fällt. 

Wer mutig ist, läuft hinter dem Wasserfall entlang und bestaunt den Blick nach aussen. Ohne wasserdichte Kleidung wird das aber nur schwer sein – ausser man will triefen. 

Wer hier Lust auf eine Wanderung hat kann in Richtung Thörsmörk laufen und sich die vielen kleinen Wasserfälle anschauen. Weiterfahren geht dann nur noch per Superjeep.

Tipp: Kostenpflichtiger Parkplatz welcher Abends nicht überwacht wird.

Nach etwa einer Stunde Aufenthalt fahren wir weiter nach Vik, vorbei an den vielen Sehenswürdigkeiten die wir am nächsten Tag geplant haben.

Vik und Islands Süden

Ein Traum von Island wird wahr.

Wenn du Island so erleben möchtest, wie es dir Instagram und  YouTube vorleben, dann ist Islands Süden rund um die Region Vik genau dein Spot.

Wir waren drei Nächte hier und die brauchst du auch.
Für ein schnelles durchfahren lohnt es sich meines Erachtens nach nicht. Es gibt einfach zu viel zu sehen.
Wir waren Ende Mai vor Ort. Ergo noch in der Nebensaison, in der das Hochland rund um Landmannalaugar noch nicht geöffnet ist für Touristen. Dort ist die schmelze noch im vollen Gange und die Gefahr von überfluteten Flussbetten ist sehr hoch.

Freigegeben wird das Hochland meist ab Mitte Juni.

Vik i Myrdal:

Das Städtchen mit 300 Bewohnern ist für den Tourimus ausgelegt: Supermarkt, Tankstellen und Cafés/Bars gibt es ausreichend. 

Ansonsten bietet Vik seine bekannte Kirche auf der Anhöhe im Norden, an welcher man eine wunderbare Sicht auf die Stadt samt Strand hat. Und natürlich einen wunderbaren Fotospot.

Essen: Smidjan Brauerei. Beste Burger in ganz Island. Leckere Biere, zum Teil selbst gebraut.

Verpflegung: Es gibt einen Kronan Supermarkt mit viel Auswahl.

Tanken: mehrere Tankstellen sind ansässig.

Unterkunft: Vik Cottages
Nette Holzhütte frisch renoviert direkt neben dem IcelandAir Hotel. Gleiches stellt dir auch Schlüssel und Essen. Die Aussicht ist wunderbar – auf einer Anhöhe gelegen blickt man direkt aufs Meer, den schwarzen Sandstrand und auf die Klippen mit dem Reynisdrangar dahinter.

Abends gibts an den Klippen auch Pappeigeientaucher zu sehen.

Preis: für Island relative günstig bis normal. 

Bonus: Smart TV mit Netflix und schnelles Internet.

Tag 3: Vik & der Süden - Skogafoss - Kap Dyrholaey - Reynisfjara

Tag 3 Vik und Süden – Unternehmungen

Am 3. Tag haben wir das Abenteuer Süden angebrochen und sind losgezogen mit unserem 4×4 Auto.

Der Vorteil des Sommers sind die unendlich langen Tage dank der nur 2 Stunden anhaltenden Sonnendämmerung ab 2Uhr Nachts.

Deshalb konnten wir uns getrost Zeit lassen mit allem

Skogafoss:
Am besten beginnt man ganz hinten, also am entferntesten Punkt von der Unterkunft. Das hat uns dann zum Skogafoss geführt. Ca 40min von Vik in Richtung Westen entfernt. Einer von vielen atemberaubenden Wasserfällen welche stark frequentiert besucht sind. Allerdings haben wir festgestellt dass wenn noch so viele Reisegruppen vor Ort sind, sich die Leute eher rechts an den Rand stellen und wir freie Bahn in der Mitte neben dem kleinen Fluss haben. Tatsächlich habe ich viele Langzeitbelichtungen machen können ohne grossartige Störungen. Man kann auch zum Wasserfall hinauf laufen, was mit moderater Anstrengung einher geht. Oben angekommen hat man eine schöne Aussicht auf die Flussläufe des Skogar und kann sogar einen Wanderpfand einschlagen welcher mit mehreren Tagesläufen im Landmannalaugar endet.

TIPP: Hier gilt No Drone Zone. Parkplatz kostenlos. 

Solheimsandur Flugzeug Wrack:

Das berühmte Flugzeugwrack, ca. 10min fahrt vom Skogafoss in Richtung Osten entfernt. Am Parkplatz (sehr unauffällig) angekommen, kann entweder gute 45 Minuten je Strecke laufen, oder mit einem seit neuesten angebotenen Bus fahren, welcher 18EUR kostet. Nun das ist jedem selbst überlassen. Wer abseits der Touristenströme sein will muss diesen Spot ab 20Uhr besuchen. Selbst dann sind noch viele andere Fotobegeisterte vor Ort. 

Kap Dyrholaey:

Mit dem 4×4 geht es die erste Abzweigung rechts hoch auf einem schmalen abenteuerlichen Pfad direkt an die Klippen. Wer kein 4×4 hat sollte die Strasse weiter fahren, am kostenfreien Parkplatz mit Toilette parken und den Weg nach oben laufen. Oben angekommen kann man von den Klippen direkt ins Meer und noch weiter schauen. An den Klippen entlang sieht man hier und da immer wieder Pappageientaucher und Möven im offenen Meer nach Futter tauchen. Etwas weiter kommt man beim Leuchtturm an. Von hieraus läuft man ca. 10min weiter auf unbefestigten Wegen in Richtung großer Felsformationen im Meer. Zurück am 4×4 fährt man wieder ab und biegt nach rechts zum oben erwähnten Parkplatz. Von hier aus hat man wieder viele Aussichten auf Klippen, Vögel und einem schwarzen Sandstrich mit dem großen Arnardrangur Felsen. Ein tolles Fotomotiv. Auch hier gibt es Pappageientaucher zu sehen. 

Reynisfjara Schwarzer Strand:

Etwa 10min fahrt Richtung Osten. Einer der schönsten schwarzen Sandstrände der Welt. Man fühlt hier die unbändige und überlegene Macht der Natur welche von den Wellen und durch die riesigen Basaltfelsformationen ausgestrahlt wird. Zu Beginn ist ein großer gut besuchter Parkplatz mit leckerem Bistro und WC. Man ist hier an einem Touristen Hotspot angekommen. Überall Touristen, Fotografen und ja nicht selten Fotoshootings von asiatischen Reisegruppen die tatsächlich mit Blitzanlage, Kostüm und Assistenten anreisen. Wenn man doch mal einen entspannten Platz gefunden hat kann man das Meeresrauschen geniessen wenn man auf die drei riesigen Felsformationen Reynisdrangar schaut.

Tag 4: Vik & Süden - Thakgil Hochland

Tag 4 – Thakgil

Ein Geheimtipp für alle die Abgeschiedenheit, Ruhe und vor allem das Hinterland auch für normale 4×4 Autos suchen.

Das ist Thakgil.

Kurz hinter Vik in östlicher Richtung kommt auf der Ringstraße die Abzweigung 214 nach links, am Hotel Katla vorbei und weiter durch in ein kleines Tal mit Bauernhöfen. Im Anschluss hört die Straße auf und es kommt eine Schotterpiste mit vielen großen Schlaglöchern, engen Serpentinen Abschnitten, Anhöhen und wer hätte es gedacht – Wasserfällen.

Die fahrt ist ein Abenteuer gespickt mit surrealen Landschaften in saftigem grün, orange, braun und grau. 

Etwa 45min. benötigt man inkl. Fotostops bis min am Flussbett mit der wunderbaren Aussicht auf den Katla und dessen Gletscher Myrdalsjökull ankommt mit der riesigen Mýrdalssandur Sanderfläche. Etwas weiter gibts dann einen Campingplatz an dem einige Wanderungen starten.

Facts: Hier wurde unter anderem Beowulf und Game of Thrones gedreht.

Tipps: Gute Schuhe mitnehmen, nicht so viel auf dem Moos herumspringen wegen der Regenerierung, Kein WC

Wir haben einen ganzen Tag dort verbracht. Abends ging es zurück nach Vik einen Burger essen.

Tag 5: Borgarhöfen - Skaftafellsjökull - Svartifoss - Fjallsarlon

Heute geht es zum nächsten Hotel. Auf dem Weg dorthin haben wir ein paar Stops eingeplant

Skaftafellsjökull

Ein wunderschöner riesiger Gletscherausläufer an den man direkt heran laufen kann. Am offiziellen Parkplatz mit WC angekommen, läuft man ca 20min bis zum ebenerdigen Gletscherausläufer. Wer lieber an der Seite den Berg hoch laufen möchte sollte ca 1 Stunde einplanen und gutes Schuhwerk dabei haben.

Atemberaubend mit jedem Blick. Bilder sagen mehr als Tausend Worte.

Svartifoss

Wer Zeit hat läuft den Weg zum Parkplatz zurück und gönnt sich den ebenfalls 20 minütigen Weg zum Svartifoss Richtung Westen. Kleiner aber sehr ästhetischer Wasserfall welcher in einer engen vulkanischen Basaltsäulen Schlucht eingebettet ist.

Fjallsarlon

Der Gletschersee und kleine Bruder von Jökulsarlon kommt nach ca 25km auf der linken Seite und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier tummeln sich deutlich weniger Touristen als beim Jökulsarlon den wir morgen ausgiebig besichtigen werden.

Weiter geht es zur Unterkunft in Borgarhöfen.

Unterkunft: Vagnsstadir Hostel.

Ausgehend von der Ausstattung des Hostels ist es eher einem modernen Hotel gleichzusetzen. Es fehlt zwar an gutem Kaffe, einem eigenen Fön und einem TV. Aber gutes WLAN und moderne Ausstattung lässt es hier auch so eine Nacht lang aushalten. Für uns war die strategisch richtige Position zum Jökulsarlon und zum nächsten Stop, Eglisstadir, wichtig.

Essen: Aus dem Supermarkt mitgebracht, da hier die Infrastruktur eher schlecht ist.

Tag 6: Jökulsarlon - Stokksnes - Egilsstaðir

Tag 6 Borgarhöfn nach Egilsstadir

Wir haben extra viel Zeit für den Jökulsarlon und Stokksnes eingeplant um anschliessend den langen Weg nach Egilsstadir aufzunehmen. 

Jökulsarlon

Die wohl bekannteste Gletscherlagune Islands mit dem Diamond Beach.

Wir haben eine Lagunenfahrt im Amphibienfahrzeug unternommen für 41EUR pro Person und eine Stunde lang mit purem Staunen verbracht. Der Guide auf dem Boot erzählt über Hintergründe zum Gletscher, der Lagune und dem Diamond Beach. Tiere wie Robben und seltene Vögel gibt es auch zu sehen. 

Wer Robben aus nächster Nähe sehen möchte sollte eine Kayak Tour machen für 130EUR pro Person. Diese spielen nicht selten mit den Kayaks wenn man an die beliebten Robbenplätze heran fährt.

Der Diamond Beach erstreckt sich vor der Lagune gegenüber der Strasse. Hier sieht man Eisberge welche klein genug sind ins offene Meer abzudriften. Ein gewaltiges Schauspiel.

Tipp: Hier gibt es einen Coffeeshop mit Essen und Souveniers, sowie WC. 

Weiter geht die Fahrt nach Stokksnes, ca 90km Richtung Osten.

Stokksnes

Ein unglaublich Fotogener Ort der seines gleichen Sucht. Schwarzer feiner vulkanischer Sandstrand mit von Gras bewachsenen kleinen Dünen und im Hintergrund der Berg Vestrahorn.

Um hier hin zu kommen muss man am Vikings Café kurz vor dem Strand eine Durchfahrtsgebühr  von 6EUR pro Person bezahlen.

Als nächstes brechen wir auf zum heutigen Hotel in Egilsstadir. 180km und ca 3 Stunden fahrt liegen vor uns. Es werden am Schluss etwas mehr als 4 Stunden sein, schließlich werden Fotostops in den vielen Fjorden eingelegt.

Man kann sich zwischen unendlich vielen Fjorden über die Straße 1 entscheiden oder weniger Fjorden und die Passstrasse 939 überqueren.

Wir entschieden uns für Action. Also die 939.

Mit dem 4×4 macht der holprige und steile, noch nicht fertig gebaute Öxi Pass viel Spaß. Wenig Verkehr und viel Aussicht, starker Wind und mitunter minusgrade sind oben zu erwarten. Ungeübte Fahrer sollten lieber die Strasse 1 wählen.

Am frühen Abend angekommen gibts wieder mal leckere Burger – im Salt Café

Essen: Salt Café & Bistro. Gesalzene Preise für Mittelmäßiges Essen.

Hotel: Iceland Air Hotel Herad. Leckeres Frühstück, freundliche Mitarbeiter, gute Ausstattung, der Schwefelgeruch beim Duschen und Zähneputzen kommt vom benachbarten See. Alles unbedenklich haben uns die Angestellten mitgeteilt.

Tag 7: Egilsstaðir nach Akureyri - Hverarönd

Heute sitzen wir lange im Auto. Nach Akureyri sind es 360km und dafür benötigen wir gute 4 bis 5 Stunden inkl. Pause und Fotostops.

Ein Fotostop ist das Hverarönd Schwefelfeld.
Du wirst riechen wenn du angekommen bist.

In dem großen Geothermalgebiet gibt es sprudelnde Schlammbecken und dampfende Fumarolen aus denen Schwefelgas austritt. Fährt man weiter hinter den Berg Richtung Myvatn kommt auf der linken Seite ein Thermalbad.
Auf dem weiteren Weg passiert man die Myvatn Region welche wir am nächsten Tag besichtigen werden.

Tipp: Achtung der Vaðlaheiðar Tunnel in Richtung Akureyri ist Mautpflichtig. Wer nicht bezahlt bekommt vom Mietwagenunternehmen die Rechnung mit einem Strafzoll.

Hotel: Iceland Air Hotel Akureyri
Schönes, gut ausgestattetes Hotel. Frühstück ist reichlich. Das Restaurant bietet leckeres Essen, kostet allerdings viel. Kurios war die Badezimmertür welche komplett aus Glas war. Adios Privatsphäre.

Essen: 

Bryggjan – sehr gutes Restaurant direkt am Hafen. Bietet Pizza, Pasta, Burger und mehr. Preis-/Leistung gut.

Tag 8: Akureyri - Diamond Circle - Krafla Vulkan Region

Heute fahren wir den Diamond Circle ab. Husavik, Asbyrgi, Dettifoss, Sellfoss, Krafla, Leirhnjukur, Viti, Myvatn, Akureyri. 360km und gute 6-7 Stunden sind wir unterwegs.

Husavik: 

Kleines und beschauliches Fischerdorf. Von hier starten viele Walbesichtigungstouren. Wirklich umgehauen hat es uns hier nicht.

Asbyrgi:

Die 25meter Hohe Schlucht welche vom Göttervater Odin und dessen Pferds Hufeisenabdruck geschaffen worden sei, ist für Wanderer eine beliebte Region.  

Dettifoss und Sellfoss: 

Der Dettifoss ist nach dem Parkplatz in gut 10min erreicht. Wir genießen den Anblick dieses monströsen Naturschauspiels. Wer die Anfangsszene des Hollywood Streifens Prometheus kennst, der weiß wie energiereich das Aussieht.  Wenn es geregnet hat bekommt man oft einen Regenbogen zu sehen welcher sich über die ganze Schlucht beugt. 

Sellfoss:

Neben dem Dettifoss gelegen und etwas kleiner aber nicht weniger ansehnlich liegt der Sellfoss.

Krafla Vulkan Region

Viti: 

Ein Vulkankratersee mit türkis schimmerndem Wasser. Ein toller Anblick. Man kann hier direkt mit dem Auto heran fahren und nach guten 5-10 Minuten Wanderung direkt in den Krater sehen.

Leirhnjukur:

Zum 592m hohen Vulkan kommt man mit einer Wanderung von ca 5km. Direkt vom Parkplatz. Hier kann man noch deutlicher wahrnehmen was es heißt eine Magmakammer unter sich zu haben – der Boden ist an einigen Stellen sehr warm, es dampft und brodelt. Es gibt viel Lavagestein zu sehen. Also gute Schuhe sind ein muss. 

Myvatn

Der riesige See gab der Region seinen Namen. Hier ist die Landschsft gespickt von sogenannten Pseudokratern. Eine tolle Erfahrung direkt davor zu stehen und zu erkennen wie klein der Mensch gegenüber der Natur ist. 

Wir fahren einmal drum herum. Halten hier und dort. Am besten hat uns die Region Süd-West des Myvatn gefallen wegen den Pseudokratern. 

Wer will kann sich im vor allem im Juni und Juli von den massiven Mückenschwärmen beeindrucken lassen, aufgrund deren der See seinen Namen erhalten hat. 

Tag 9: Akureyri nach Snaefellsness

430km und ca 7 Stunden fahrt liegen vor uns. Es werden wenig Attraktionen auf der Strecke vorkommen. Viel unberührtes und wenig Einwohner und Farmen. Weswegen wir gnadenlos durchfahren. 

Hotel: Foss Hotel Hellnar. Gute moderne Ausstattung. Restaurant im Hotel ist sehr zu empfehlen. Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Etwas teurer als der Standard in Island. 

Direkt an einer Klippe gelegen bietet das Hotel eine sehr gute Aussicht auf das Meer. 

Wir lassen den Tag nach so langer Fahrt entspannt ausklingen und werden unsere Tour am nächsten Tag fortführen. 

Tag 10: Snaefellsnes National Park - Kirkjufell

Wer wenig Zeit hat in Island, der sollte sich nur auf Snaefellsnes konzentrieren, da man hier nahezu alles von Island auf einer kleinen Halbinsel komprimiert serviert bekommt. 

Heute fahren wir durch den Snaefellsnes Nationalpark, weiter bis nach Olfsvik und wieder zurück. 

Zu sehen gibt es

Snaefellsnes National Park. 

Die Durchfahrt ist 45km lang, der NP hat eine Fläche von 170 Quadratkilometer. 

Hauptattraktion ist der Snaefellsjökull, ein Stratovulkan bedeckt mit einem Gletscher. 

Arnastapi

Kleine Siedlung mit einem pyramidenförmigen Berg und Blick aufs Meers mit faszinierenden Felsen in der Brandung (Gatklettur)

Wer noch mehr Brandung und Küste sehen möchte, sollte an den Londrangar Felsspitzen halt machen. 

Saxholar Krater

Ein sehenswerter kleiner alter Krater auf dem man eine sehr gute Übersicht auf den Nationalpark und das Meer hat. Ausgebaut mit vielen Stufen ist der Aufstieg kein Problem. Direkt an der Straße führt eine schlaglochreiche Abzweigung dort hin. 

Skarosvik Strand

Kurz vor Ende des Nationalparks und nur wenige Minuten nach dem Saxholar Krater führt eine kleine Piste zu einem der wenigen braunen Sandstrände Islands ab. Hier gibt es einen braunen Sandstrand in mitten von Lavagestein. Das ist mal eine Abwechslung. Fotogen ist der Skarosvik auch noch. 

Öndenveedarnes und  Svörtuloft Lüchttürme

Die holprige Piste gabelt sich nun – wir entschieden uns für den schöneren Leuchttürme: Svörtuloft und. Eigen links ab. Hier wird es sehr uneben und unser kleiner 4×4 hat mit den Schlaglöchern zu kämpfen. Die Belohnung ist allerdings sehenswert. Ein orangener Leuchtturm direkt an der Küste mit schroffen Felswänden und jede Menge Vögel. 

Zurück gehts den selben weg. Also festhalten und anschnallen. 

Weiter gehts Richtung Osten nach Grundarfjördur. 

Der Weg ist gespickt mit vielen schönen Aussichten und Fotostops.

Kirkjufell Berg and Kirkjufellsfoss

Der wohl meist fotografierteste Berg Islands und Schauplatz bei Game of Thrones.
Der Kirkjufell besticht durch sein Kegelförmiges Aussehen und die einfache Zugänglichkeit. 

Die besten Bilder und die beste Aussicht hat man vom gegenüber liegenden kleinen Wasserfall Kirkjufellsfoss. Das wissen aber auch hunderte Touristen die sich dort tummeln. Also lieber abends oder früh morgens hierr her kommen wenn man ein Bild mit Wasserfall haben möchte. 

 Parkplätze sind öffentlich und kostenlos. No Drone Zone am Wasserfall. Etwas weiter weg meckert aber keiner mehr. 

Wir fahren den Weg zurück nach Hellnar. Nehmen die Straße 54, einen Bergpass der im Mai 2019 noch zur Hälfte eine Schotterpiste war. 

Hier gibt es einige tolle Drohnenpositionen. 

Zurück im Hotel entspannen wir und genießen den letzten Abend in Snaefellsnes. 

Tag 11: Snaefellsnes nach Reykjavik

Wir fahren die gut 4 Stunden zurück nach Reykjavik und passieren wieder einmal schöne Landschaften auf der Route Straße 1. 

Der Mauttunnel wurde vor kurzem frei gegeben. Die Refinanzierung ist abgeschlossen und somit ist dieser kostenfrei. 

Heute gehts nochmal ins Zentrum von Reykjavik um hier gut zu essen. 

Morgen früh geht unser Flieger nach Deutschland. 

Day 12: Reykjavik und Rückflug

Heute gab es nur Kaffee und Frühstück. Danach ging es mit dem Flieger direkt nach Hause.

Hotel:
22 Hill Hotel Reykjavik (about 112€/Night)
A simple 2-3 star hotel with good breakfast.

TIPPS

Planning tips:

  • Tankstellen ausfindig machen und Tankstops vorher einiplanen www.tankstellen-Island.de
  • Kreditkarte checken. Prüft ob ihr eine Prepaid oder eine freie Kreditkarte habt. Zweiteres ist ein Must have in Island. 
  • Kreditkartenlimit erhöhen. Für Mietwagen bis 3000€/Tag erhöhen (Betrag wird als Kaution geblockt). Pro Woche auf 5000€ erhöhen. So kann euch unterwegs nix passieren. 
  • Debitkarte/Bankkarte funktioniert nur in Restaurants und Geschäften. An Tankstellen lediglich Kreditkarte
  • Bargeld ist aus meiner Sicht nutzlos. Überall ist Kartenzahlung angesagt. 
  • Geschwindigkeitsbegrenzung ernst nehmen. Mir wurde fürs zu schnell fahren (125km/h statt 90km/h) ein Bußgeld von 350€ aufgebrummt. Hier wird vom Polizeiwagen aus gemessen. 
  • Abends ab 18Uhr kommen Schafe und Lämmer von den Farmen auf die Straße. Bitte vorsichtiger fahren.
  • Nicht am Straßenrand halten wenn sich ein Motiv ergibt. Immer Parkbuchten nutzen. Ist sehr gefährlich
Reisekosten

Wir haben alles selbst gebucht, bis auf den Mietwagen. Zwecks Versicherung ist das günstiger vom Reisebüro in Deutschland aus. 

Flug: 1100€

Auto: 850€

Unterkünfte inkl. Frühstück: 1775€

Benzin, Essen, Proviant, Unternehmungen: 1000€

Insgesamt: 4775€ für zwei Personen. 

Benzin Preis: zwischen 1,60€-1,85€

Essen: pro Tag ca. 40€/Person 

Fazit:

Immer wieder gerne nach Island. Nächstes mal genügt mir auch nur der Süden rund um Vik. Der Nordosten war nicht meins. 

Wer Slow Travel mag und nicht unbedingt Backpacking machen muss, hat hier auch „normale“ Preise für so einen Urlaub. Klar ist Island im Verhältnis zu anderen Zielen verdammt teuer. Allerdings mit den USA und Canada zu vergleichen. 

Karten wo man Puffins findet

Tip: Puffins haben „Öffnungszeiten“. Man kann sie am besten bis 9Uhr morgens und ab 17Uhr Abends sehen.  Zu den anderen Zeiten verbringen Sie Ihren Aufenthalt lieber auf dem Meer um nach Essen zu suchen.

Beste Reiseführer

Beste Reiseführer für deinen Island Trip: 

Meiner Meinung nach ist der  Stefan Loose Travel Guide der mit Abstand beste für deutschsprachige.
Für englischsprachige empfehle ich den von Lonely Planet.

 

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WiFi und Smartphones

Für europäische Reisende (EU) ist es einfach. Man kann durch die Roaming Regelung der EU seinen Vertrag kostenfrei in Island weiter nutzen.

Netzabdeckung
Sehr gute Netzabdeckung mit vollem LTE und das sogar im Hochland!

WiFi
Überall und immer erhältlich – kostenfreies WIFI

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